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Hilferuf der Penan wegen sexueller Gewalt durch Holzarbeiter

Hilferuf der Penan wegen sexueller Gewalt durch Holzarbeiter

Penan-Frauen aus dem mittleren Baram brechen das Schweigen über sexuelle Gewalt durch die Holzfäller

Penan-Frauen aus dem Regenwald der mittleren Baram-Region von Sarawak lancieren einen Hilferuf an die internationale Gemeinschaft. Grund dafür ist die sexuelle Gewalt durch Holzarbeiter der malaysischen Konzerne Interhill und Samling.

Laut Berichten der Penan ist es in einer Reihe von Fällen zu sexuellen Belästigungen und Vergewaltigungen von Frauen in der mittleren Baram-Region des ostmalaysischen Bundesstaats auf Borneo gekommen. Betroffen sind insbesondere unverheiratete junge Frauen, unter ihnen auch Schülerinnen.

"Ich möchte der Öffentlichkeit mitteilen, dass in unseren Dörfern regelmässig Frauen von Holzarbeitern sexuell missbraucht werden", sagte eine Penan-Frau aus dem mittleren Baram gegenüber dem Bruno Manser Fonds.

Recherchen des Bruno Manser Fonds haben ergeben, dass die Täter aus Holzfällercamps der Firmen Interhill und Samling mit Geländewagen in die Penan-Dörfer fahren. Wenn sie dort auf der Suche nach Frauen eintreffen, sind sie meist betrunken.

"Wenn wir ihre Fahrzeuge kommen hören, lassen wir alles stehen und flüchten in den Wald", sagte eine Zeugin. "Manchmal kommen sie fast wöchentlich, besonders in den Schulferien, wenn sie wissen, dass die Schülerinnen in den Dörfern sind. " In anderen Fällen wurden Schultransporte so organisiert, dass Schülerinnen in den Holzfällercamps übernachten mussten, wo es zu sexuellen Übergriffen kam.

Die Penan berichten, dass mehrere junge Frauen in Folge der Übergriffe von Holzarbeitern schwanger wurden. Sie beschuldigen die Holzfirmen auch, Alkohol in die Dörfer zu bringen und bewaffnete "Gangster" anzuheuern, welche die Penan einschüchtern, die sich gegen die Abholzung ihrer Wälder zur Wehr setzen. Klagen bei den Verantwortlichen der Holzfällercamps und bei der lokalen Polizei blieben bisher ohne Wirkung.

Der Bruno Manser Fonds hat zur Unterstützung der Penan eine Postkartenaktion an die malaysische UNO-Botschaft in Genf gestartet. Darin wird die malaysische Regierung aufgefordert, eine Untersuchung zu den Vorfällen einzuleiten, die Opfer zu betreuen und vor weiteren Übergriffen zu schützen sowie die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

(15. September 2008)

Adresse für Bestellung von Postkarten:

Bruno Manser Fonds
Reichensteinerstrasse 14
CH-4053 Basel
Tel. +41 61 261 94 74
www.brunomanser.ch
info@bmf.ch


Adressen für E-Mail-Proteste (bitte mit Kopie an info@bmf.ch):

1) Malaysische UNO-Botschafterin in Genf,
Her Excellency Ambassador Dato’ Hsu King Bee:
kingbee@kln.gov.my

2) Prime Minister of Malaysia,
Dato' Seri Abdullah bin Haji Ahmad Badawi:
ppm@pmo.gov.my

3) Royal Malaysian Police Headquarters:
rmp@rmp.gov.my

4) Resident von Miri (Regierungsstatthalter im betroffenen Bezirk),
Mr. Ose Murang:
osem@sarawaknet.gov.my

5) Interhill Enterprise Sdn Bhd:
interhil@streamyx.com

6) Samling Global Limited
enquiry@samling.com


Textvorschlag für E-Mail-Protest

Dear Ambassador (bzw. Prime Minister / Inspector-General of Police / Resident / Sir or Madam),

I am writing to express my concern about the recent reports of sexual
violence against Penan women in the Baram River region of Sarawak by
workers of the logging companies Interhill and Samling.

I have the firm conviction that these perpetrations are grave human rights
violations that cannot be tolerated.

I kindly ask your government (bzw. company) to start a thorough enquiry into the issue
and to ensure that the victims are protected, that the culprits are punished
and that the harrassment of Penan women by logging company workers
will come to an end immediately.

Yours faithfully


(Name / Wohnort / Land / Datum)


WICHTIG: BITTE PROTESTMAILS HÖFLICH FORMULIEREN. NUR SO ERZIELEN SIE EINE WIRKUNG.

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«Wir haben keine Identitätskarten, sogar unser Headman hat keine: beim District Office in Marudi verlangten sie von ihm 800 Ringgit für eine Identitätskarte.» (= 215 US Dollars)
 
by moxi