UNO-Vollversammlung verabschiedet Deklaration der Rechte indigener Völker

Mit 143 zu 4 Stimmen bei 11 Enthaltungen hat die UNO-Vollversammlung an ihrer 61. Session in New York die in jahrelangen intensiven Verhandlungen vorbereitete Deklaration für die Rechte indigener Völker verabschiedet. Die Gegenstimmen kamen von den USA, Kanada, Australien und Neuseeland, während sich Aserbaidschan, Bangladesch, Bhutan, Burundi, Georgien, Kenia, Kolumbien, Nigeria, Samoa, die Russische Föderation und die Ukraine der Stimme enthielten.
Mit der bahnbrechenden Deklaration anerkennt die Staatengemeinschaft erstmals die kulturellen und rechtlichen Besonderheiten der indigenen Bevölkerung, die in vielen Ländern marginalisiert ist und unter rassistischer Diskriminierung leidet. Die Erklärung betont die Rechte der Indigenen auf ihre eigenen Institutionen, Kulturen und Tradition und das Recht auf eine an ihren Bedürfnissen orientierte Entwicklung. Sie betont auch das Recht der indigenen Völker auf Selbstbestimmung sowie ihr Recht auf Land und die Verfügung über ihre natürlichen Ressourcen.
Indigenenvertreter und Nichtregierungsorganisationen auf der ganzen Welt begrüssten das äusserst klare Votum der UNO-Vollversammlung und erhoffen sich aus dem rechtlich nicht bindenden Text weltweit eine nachhaltige
Stärkung der Rechte indigener Bevölkerungen.
(14. September 2007)
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Text der UNO-Deklaration für den Download:

