Eine Gesundheitsstation im Urwald von Borneo

Urwaldzerstörung hat Folgen für die Gesundheit
"Bevor die Holzfäller kamen, waren wir gesund und stark. Jetzt leiden viele von uns an Malaria, Gallensteinen und anderen Krankheiten." Die Klage eines Penan-Häuptlings spricht für sich: Der Holzeinschlag in den Penan-Gebieten hat tiefgreifende Folgen für die Umwelt und direkten Einfluss auf die Gesundheit der Dorfbewohner und Nomaden. In den gerodeten Gebieten ist das Trinkwasser verschmutzt, und durch das Abholzen entstehen Brutstätten für Krankheitserreger wie die Malariamücke Anopheles. Viele der heute vorherrschenden Krankheiten sind neu für die Regenwaldbevölkerung und können mit ihrer traditionellen Medizin nicht geheilt werden.
Selbst gebaute Gesundheitsstation
Die Penan in den Dörfern um Long Kerong wollen diese desolate Situation verbessern. Sie haben deshalb in den Jahren 2005 und 2006 ein kleines Gesundheitszentrum zur ambulanten Behandlung erstellt, das aus zwei einfachen Holzhäusern besteht. Hier soll das traditionelle Naturheilwissen mit westlicher Medizin kombiniert werden. Zwei lokale Projektverantwortliche und ein Schweizer Arzt bauen seit Juli 2006 den Betrieb auf.
Unterstützung durch den Bruno-Manser-Fonds
Der Bruno-Manser-Fonds unterstützt das Projekt, indem er den Bau der Häuser, die medizinische Ausstattung sowie den Einkauf und Transport von Materialien für die Stromversorgung finanziert hat. Ermöglicht wurde der Start dieses Projekts dank grosszügiger Unterstützung durch die Erbengemeinschaft Barbara und Peter Nathan-Neher.

